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Oberstdorf

weitere Fotos von der Erdinger Arena (Stand: Juni 2007)
Die erste Schanze in Oberstdorf entstand ca. 1910 an der Halde. Diese Lage war jedoch wegen des zu kurzen Auslaufes und der sonnigen Lage ungeeignet, weshalb man nach einer anderen Örtlichkeit suchte. Diese fand man am Fuss des Schattenbergs. Auf dem gemeindeeigenen Grund wurde nun nach den Plänen des Architekten Hans Schwendinger die neue Schanze gebaut.
Am 27.12.1925 wurde das erste Mal auf der "Schattenbergschanze" gesprungen. Der Schanzenrekord von Gustl Müller aus Bayrisch-Zell lag damals bei 35 m. Dieser Rekord wurde am 01.01.1927 vom Oberstdorfer Olympiateilnehmer Franz Thannheimer auf 46 m verbessert.
Im Jahre 1930 wurde die Schanze für die Deutsche Meisterschaft vergrössert, 1936 erneut für das Qualispringen für die Olympischen Spiele. Heini Klopfer stellte bei diesem Wettbewerb vor sagenhaften 7000 Zuschauern (und das in der damaligen Zeit) mit 59 m den neuen Rekord auf. Nach einem letzten Springen im Jahre 1941 verfiel die Schanze.
Kurz nach dem Krieg wurde die Schanze mit Hilfe von freiwilligen Helfern und gestiftetem Holz wieder aufgebraucht. Bereits am 01.01.1946 konnte wieder gesprungen werden. Sepp Weiler war in den folgenden Jahren der Rekordhalter und schraubte die Höchstweise bis auf 82 m im Jahre 1950.
Am 04.01.1953 kam dann dann der grosse internationale Durchbruch für die Schattenbergschanzen. Mit der ersten Vierschanzentournee wurde die grösste und bedeutenste Skisprung-Serie der Welt ins Leben gerufen. Seitdem findet alljährlich das Eröffnungsspringen kurz vor Jahresende in Oberstdorf statt.
Im Jahre 1972 wurde östlich neben der bestehenden hölzernen Anlage die Schanze K 115 aus Stahlbeton fertig gestellt. Auch die Holzschanze wurde modernisiert.
In der Folgezeit wurden die Schanzen durch kleinere Umbauten immer wieder auf die neuesten Sicherheitsstandards gebracht.
Nunmehr umfasst die Erdinger Arena direkt unter dem Schattenberg 5 Schanzen. Dies sind zum einen die Grossschanzen K 120, K 90 und 3 kleinere Schanzen.
Seit einigen Jahren finden auch im Sommer in Oberstdorf Skisprungveranstaltungen statt.
Und so sah es im Schattenbergstadion während des grossen Umbaus im Jahre 2005 aus:


Nachtrag im Juli 2007:
Nach dem Kinderbewerb am 16.06.2007 haben wir die dritte Schanze in Oberstdorf gesucht. Das war vielleicht schwierig. In der Erdinger Arena hatte man uns erklärt, wie man zu dieser Schanze kommen würde, aber die Durchsetzung dieser Suche gestaltete sich schwierig. Im einem Hotel erklärte man mir ganz selbstsicher: "Also es gibt da nur 2 Schanzen, das Schattenbergstadion und die Flugschanze..." ..."Die Flugschanze sieht von weitem schon recht klein aus..". Ich fand diese Aussagen sehr witzig. Also suchten wir weiter, bis unsere Erinnerung an die Wegbeschreibung zurückkehrte. Bei der Stillachbrücke gab es einen Parkplatz und von dort aus konnte man zu dieser Mattenschanze laufen. Ok, wir fuhren hin, da es regnete und eh kein Polizist in der Nähe war und das nicht beachtete Verbotsschild hätte bussgeldrechtlich würdigen können:



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