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Bericht von der Senioren-WM in Hinterzarten vom 01.-04.03.2007


Vom 01.03.2007 bis 03.03.2007 war ich bei der Senioren-WM in Hinterzarten.
Bei dieser WM waren Skispringer aus 18 Nationen am Start. Als Senior gilt man bei diesem Bewerb, wenn man über 30 Jahre alt ist. Der älteste Teilnehmer war 75 Jahre alt. Die bekanntesten Teilnehmer waren Bruno Reuteler (Schweiz), der Deutsche Marco Gohlke (Vorspringer bei vielen WC-Springen) sowie aus dem "Gästebereich" die Deutschen Thomas Krause, Sven Kühn und Meinrad Hofmeier.
Leider spielte das Wetter nicht immer so mit...
Am 01.03.2007 fand erstmal gar nichts statt, nachdem es regnete und stürmte. Am Abend des 01.03.2007 sah man noch die ganzen LKW´s durch den Ort fahren, die neuen Schnee brachten.
Am 02.04.2007 fanden dafür gleich 2 Bewerbe statt mit jeweils um die 85 Teilnehmer. Bedauerlicherweise waren nur wenige Zuschauer vor Ort. Der Grossteil der Zuschauer bestand aus teilnehmenden Skispringern, die gerade nicht springen mussten bzw. deren Angehörigen.
Auch nicht übel war der Langlauf am 03.03.2007. Bei wirklich übelsten Wetterbedingungen (Schnee, Hagel, Regen und Sturm) fand der Langlauf einige Kilometer von Hinterzarten entfernt auf dem Feldberg statt. Die Suche nach diesem Langlauf gestaltete sich wirklich schwierig. Nachdem wir erst auf dem falschen Parkplatz gelandet waren, dort Richtung Restaurant bei Hagel flüchteten und wir seuch nass waren, gaben wir die Suche entnervt auf. Vielleicht sollte man zukünftig so wichtige Bewerbe für die Zuschauer besser kennzeichnen, auch wenn nicht viele Zuschauer erwartet werden.. Zugebenermassen fuhr zu diesem Langlauf auch ein Bus, aber wir wollten uns einfach die EUR 9,50 an Buskosten sparen...
Abends fanden im Kurhaus immer die Siegerehrungen statt, die wirklich toll gemacht waren.
Am letzten Abend fand noch ein grosses Abschiedsessen im Kurhaus statt. Der Eintrittspreis war heftig. Wer sich am Büffet bedienen wollte, musste EUR 30,00 berappen. Ich als typischer Schwabe ersparte mir das DM 60,00 teure Essen. Am Ende des Essens durften wir dann aber auch in den Saal. Meine Kolleginnen tanzten zu der eigentlich ganz gut gew&auuml;hlten Musik, während ich einige Sportler besser kennenlernte. Es war wirklich interessant zu hören, wie lange einige dieser Sportler schon skispringen.
Ein paar Worte noch zu der Schanzenpräparation:
Schon vor 2 Wochen hatte ich in Hinterzarten angerufen, ob der Bewerb überhaupt stattfinden wird, nachdem es in Ulm herrlichstes Frühlingswetter war. Ich war erstaunt, als wie selbstverständlich ein "Ja" auf meine Frage kam. Als ich dann vor Ort war, staunte ich nicht schlecht. Die ganzen Helfer hatten wirklich erheblich daran gearbeitet, damit ein Bewerb stattfinden kann, was ihnen auch sehr gut gelungen ist. Dennoch bemängelten einige Sportler den unebenen Hang, der auch zu einigen Stürzen führte. Die Stürze waren aber alle nicht weiter schlimm. Richard Diess aus Österreich kam ebenfalls aufgrund des unebenen Hangs zum Sturz und sass recht lange im Krankenwagen. Was ich ziemlich daneben fand, waren die Leute vom Fernsehen, die scheinbar nichts Besseres zu tun hatten, als Herrn Diess direkt nach seinem Sturz zu filmen und zu interviewen. Musste das wirklich sein?? Hauptsache ein toller Fernsehbericht.. kopfschüttel... Einen Norweger hatte es bei seinem Sturz im Gesich derbe erwischt..
Nun ja, der Auslauf war allerdings für einige Sportler nicht lang genug. Diese landete entweder direkt an der Bande oder fuhren den "verlängerten Auslauf" entlang und kamen teilweise auf den Steinchen erst zum Bremsen. Sven Kühn sorgte für die Aufregung des Tages. Er stürzte bei der Landung, sein Ski machte sich selbständig, schanzte über die Absperrung und flog in hohem Bogen mindestens 30 Meter weit und landete schliesslich auf dem Kieselsteinbelag. Beinahe hätte sein Ski beim "Skifliegen" eine ältere Dame getroffen, die etwa 30 Meter von der Absperrung entfernt lief. Sowas erlebt man auch nicht alle Tage und vermutlich war es für die entsprechende Dame mal ein Erlebnis der besonderen Art...

Im grossen und ganzen war Hinterzarten wirklich super geil! Schade nur, dass sich nicht noch mehr Leute für diese Seniorenwettkäpfe interessieren. Junge Athleten sind normal bei Skisprungveranstaltungen, aber so ältere Herrschaften, die wirklich die eigenen Väter oder Opas sein könnten, sind hingegen etwas Besonderes.
Ein ganz grosses Lob an den Skiclub Hinterzarten. Trotz des nicht immer guten Wetters hat es der Skiclub Hinterzarten geschafft, aus dem IMC etwas ganz besonderes zu machen. Die Helfer und Skiclub-Mitglieder haben wirklich geackert, was das Zeug hielt, damit die Skispringer ein paar schöne Tage in Hinterzarten verbringen konnten. Meinen grössten Respekt vor derart viel Akkribie in Sachen Schanzenpräparation. Auch das Nebenprogramm war sehr gut organisiert. Besonders toll fand ich den Einsatz einer jungen Frau, die sowohl die Führung durch das Georg Thoma-Museum machte, die Übersetzungen bei den Siegerehrungen leitete, ihre Hilfe beim Ausschank im Kurhaus tatkräftig anbot und was weiss ich noch alles machte. Sicherlich gab es noch mehr Leute vom Skiclub, die überall eifrig halfen, aber diese Dame fiel mir persönlich wirklich auf, weil sie überall vor Ort war.
Der nächste IMC soll im Feburar 2007 in Finnland stattfinden und ich persönlich werde alles dafür tun, um auch live dabei zu sein.
Fotos: (c) Daniela Richter/Manuela Steinki
Hier gibt es weitere Fotos:
März 2007: Hinterzarten, Senioren-WM, 01.-03.03.2007
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