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Bericht vom WC in Harrachov am 19./20.01.2008 (P. Wulf)
Kurios und trotzdem lustig beschreibt unseren Trip nach Harrachov ziemlich treffend.
Allein schon die Anreise kann
abenteuerlich werden, wenn man diese Strecke noch nie gefahren ist. Bis Liberec ging alles noch problemlos, dort hieß
es erstmal Geld umtauschen und Fahrkarte kaufen, da unsere nur bis Tanvald galt. Der Bahnhof in Liberec ist etwas
unübersichtlich, so dass Birgit schon recht froh darüber war, dass ich mich dort auskannte und wir den richtigen Zug
nach Harrachov auch fanden.
Laut Plan der Deutschen Bahn sollten wir auch durchfahren, aber der nette, hilfsbereite Schaffner
erklärte uns, wir müssten in Tanvald umsteigen. Was fatal werden kann, da es 2 Haltestellen in Tanvald gibt und man nur
an der
2. umsteigen ist. Ungewöhnlich ist auch die Beschilderng der Gleise. Die bestehen aus aufstellbaren Metallschildern
mit Ortsnamen, die je nach Zug aufgestellt und wieder weggestellt werden.
Am Bahnhof in Harrachov angekommen wartete auch schon der
Skibus auf uns, der uns für 10 Kronen ins ca. 4 km entfernte Ortszentrum fuhr. Außerhalb der Skisaison verkehrt dieser Bus
nicht, so dass man sich ein Taxi rufen muss. Telefonnummern von Taxigesellschaften hängen am Bahnhof aus.
Nach dieser anstrengenden Reise fielen
wir abends todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen weckte uns der unvermeindliche Krach der polnischen Fans, die bei
strömenden Regen zügig zur Schanze zogen. Ganz so hart im Nahmen sind wir dann doch nicht und trafen erst kurz vor
Beginn des Probedurchgangs ein. Diesen konnte man mit einigen Unterbrechnungen auch noch beenden. Und es sah so aus,
als ob Janne Ahonen und Morgi wieder um den Sieg kämpfen würden. Dazu sollte es allerdings an diesem Samstag nicht mehr
kommen. Denn nach 213,5 m von Simi wurde der 1. Durchgang abgebrochen. Der 2. Versuch, einen Wettkampf durchzubringen,
fiel wie zu erwarten war den schlechten Wetterbedingungen zum Opfer.
Für eine gute Abendveranstaltung gibt es in Harrachov einige Möglichkeiten, wovon wir zuerst die Bar des Blue Cafe testen
wollten. Leider fand dort eine geschlossene VEranstaltung mit Securities vor der Tür statt. Also zogen wir weiter und
fanden eine Karaoke Disco mit Musik ganz nach unserem Geschmack für nur 50 Kronen Eintritt. Als sich bis nach 10.00 Uhr
immer noch kaum Leute eingefunden hatten machten wir uns auf den Weg in die sogenannte Kino Disco. Dort steppte dann auch
der Bär und innerhalb kurzer Zeit hatten wir auch 3 nette Tschechen an unserer Seite, von denen wir uns dann nach einem
tollen Abend gegen 2.00 Uhr morgens verabschiedeten.
Halbwegs wieder fit am nächsten Morgen schaltete ich gegen 9.30 Uhr den Fernseher ein, um die Nordische Kombination
aus Klingenthal anzuschauen. Aber was sich sah, war die Übertragung des 1. Durchgangs vom Skifligen in Harrachov. In
der Annahme, dass das Springen vorverlegt wurden war, stürzten wir zur Schanze, um wenistens den 2. Durchgang vor Ort
zu sehen.
Total außer Puste angekommen hörten wir nur noch die Nationalhymne des Siegers Janne Ahonen. Vollkommen perplex
registrierten wir, dass dies der nachgeholte Wettkampf vom Vortag war und für nachmittags der 2. Wettkampf angesetzt
wurde. Alles Daumen drücken half nichts! Das Wetter verschlechterte sich so schnell, dass schon bei der Ankunft
der Athleten klar war, es würde keinen weiteren Wettkampf geben.
Hier gibt es weitere Fotos: Januar 2008: Harrachov/CZE-Fotos 19./20.01.2008 -WC-
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