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Bericht vom Seniorenspringen in Harrachov am 08.03.2008 (D. Richter)


Am 05.03.2008 ging Birgits und meine Reise Richtung Harrachov los. Um 19.05 Uhr stiegen wir in Ulm in den Zug ein und kamen nach mehrfachem Umsteigen um 13.00 Uhr am 06.03.2008 an unserem Zielort Harrachov an.
Die Zugfahrt war schon recht witzig. Besonders niedlich war der Bahnhof in Liberec. Dort wurden kurz vor Ankunft der Züge kleine Schilder neben den Zug gestellt mit dem Namen des Ortes, wohin der Zug fahren würde. Ich habe das Schild schlicht weg übersehen, zum Glück hat Birgit bessere Augen als ich bzw. wusste von ihrer Reise im Januar zum WC-Springen nach Harrachov schon Bescheid. Der Bahnhof in Liberec ist an sich ja schon sehr schön, aber es stinkt dort nach Pisse und im Bahnhofsgebäude haben Tauben alles vollgeschissen. Eckelhaft.. Immerhin waren die Toiletten angenehm. Das Clopapier musste man dort im Vorraum abreisen, da in den Pisskabinen keine Clorollen waren.

Naja, ich muss schon sagen, dass Harrachov ein total schöner und angenehmer Ort ist. Man fühlte sich eigentlich wie zu Hause, denn überall standen deutsche Autos herum. Wie ich später feststellen musste, sind die Preise dort aber an die Deutschen Touris angepasst worden. Ging man abends essen, zahlte man eigentlich dasselbe an Geld wie in Deutschland für ein Essen. Jedes Mal, wenn wir Essen waren, saßen Deutsche neben uns. In der Kinodisco waren ebenfalls sehr viele Deutsche, aber immerhin bekam man dort noch ein Wodka-Redbull für EUR 3,50. Diese Disco sah aus wie ein komfortables Kino und die Musik war zumindest nach meinem Geschmack: Techno und Rave vom Feinsten... Yeah.. :)

Zur Schanze waren es auch nur wenige Gehminuten, zumindest von unserer Unterkunft aus. Die beiden anderen Mädels hatten es weiter und fuhren lieber zur Schanze. In Harrachov gibt es insgesamt 7 Schanzen: 1 Flugschanze und noch alle anderen nötigen Größen. Ein Schanzenparadis sozusagen. An der Skiflugschanze begegnete man erneut vielen Deutschen Touris. Direkt neben der Flugschanze kann man prima skifahren, vorausgesetzt man beherrscht skifahren.

Beim Seniorenbewerb waren knapp 50 Sportler aus Deutschland, Czechien, Ukraine, Ungarn und Polen am Start. Es wurde auf der 40-Meter-Schanze gesprungen und es waren ca. 50 Zuschauer vor Ort. Der Bewerb selbst war natürlich sehr schnell vorüber. So stand man schneller als erwartet bei der Siegerehrung und konnte sich über die interessanten Geschenke für die Sieger amüsieren.

Am Abend fand noch eine Abschlussfeier für die Sportler statt, der wie spontan beiwohnten. Es gab dort Essen vom Buffet, welches für meinen Geschmack doch arg fettig war. Bier und Wasser gab es umsonst. Aber auch die Coktails waren bezahlbar. Auf einer riesigen Leinwand wurden alte Skisprungvideos gezeigt. Sehr beeintruckend war eine der Schanzen im finnischen Kaipola (Jämsa). Heftiges Teil! Es war nur eine K 100-Schanze, sah aber aus wie Skiflugschanze, wirklich genial.

Am Sonntag Morgen ging unsere Reise wieder zurück nach Ulm. Die allgemeinen Bahnverspätungen sorgten nicht nur bei uns für schlechte Laune. Die vielen Fussballfans an den Gleisen sorgten auch noch bei anderen Leuten für heftiges Augenrollen, aber Fussball gut zu finden scheint ohnehin in der Natur des Mannes zu liegen... Da half nur eins, sich ganz an das Zugende anstellen, denn die besoffenen Fans blieben am Bahnhofseingang stehen, da ihnen scheinbar jeder Gang zu viel gewesen ist. Somit immerhin keine lästige Fussballmanngatting!

Hier gibt es weitere Fotos:
März 2008: Harrachov/CZE 08.03.2008 - Teil 1 - (Senioren-Bewerb)
März 2008: Harrachov/CZE 08.03.2008 - Teil 2 - (Senioren-Bewerb)


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