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Bericht von der Vier-Schanzen-Tournee in Garmisch-Partenkirchen vom 31.12.2007 - 01.01.2008 (D.Richter)


Am 31.12.2007 sollte das Qualifikationsspringen von der neu gebauten Olympiaschanze in Partenkirchen stattfinden.

Der Einlass fand diesmal sehr zügig statt. Auch dieses Mal erinnerte der Einlass ein wenig an ein Konzert einer Boygroup. Die zum grössten Teil weiblichen Fans rannten nach dem Einlass an ihren Wunschplatz, wo sie dann erstmal verschnaufen konnten. Sehr beliebt scheint der Platz nahe des Liftes zu sein. Im Übrigen konnte man genauso stehen, wie vor dem Umbau der Olympiaschanze. Zuvor hatten viele Fans Angst gehabt, dass die Springer nicht mehr an ihnen vorbeilaufen würden, weil die Schanze evtl. anders sein würde bzw. die Sportler eine andere Richtung nach oben wählen würden. Dem war jedoch nicht so. Es war alles wie in den Vorjahren auch nur mit dem Unterschied, dass eine nagelneue und wunderschöne Schanze da stand. In der alten Schanze gab es einen Lift, bei der neuen Schanze mussten die Sportler nunmehr 320 Treppenstufen nach oben steigen, wo sie dann jedoch ein warmer Aufwärmraum empfing.

Im 1. Trainingsdurchgang sprang der Österreicher Martin Koch aus Villach am weitesten. Mit einem Satz von 135,5 m verwies er den Japaner Noriaki Kasai auf Platz 2 (135 m) sowie Janne Ahonen auf Platz 3 (134,5 m).
Auch diesmal bewiesen Michael Neumayer und Martin Schmitt, dass sie es können. Mit den Plätzen 7 und 8 waren nicht nur sie, sondern auch ihr Trainer sehr zufrieden.

Der 2. Trainingsdurchgang zog sich bereits in die Länge, da wechselnde Winde es nicht immer zuliesen, die Sportler sofort von der Schanze zu lassen.
Im 2. Trainingsdurchgang siegte Simon Ammann aus der Schweiz mit einer Weite von 135,5 Metern. Auf den 2. Platz landeten punktgleich Thomas Morgenstern, der Russe Dimitrij Wassiliev und der Pole Adam Malysz mit jeweils 133 m.


Einen Qualifikationssprung sollte es jedoch an diesem Tag nicht mehr geben. Aufgrund heftiger Schneefälle wurde die Qualifikation zunächst unterbrochen und letztendlich nach 17 von 74 Springern komplett abgebrochen. Wechselnde Winde und eine zu stumpfe Anlaufspur waren der Grund für den Abbruch gewesen. Aufgrund des Schnee´s, der in der Schneepause von fast 20 Minunten in die Anlaufspur fiel, war die Spur stumpf geworden. Zur Reinigung hätte man ein spezielles Spurreinigungsgerät benötigt, so Dieter Thoma in einem Interview.

Das Neujahrsspringen selbst ist eines der meist gesehenen Skisprungveranstaltungen im Fernsehen. Dieses Jahr sahen sich im Deutschen Fernsehen 6,61 Mio. Fans diesen Bewerb an, in Österreich hingegen waren es fast 1/7 der gesamten Bevölkerung.
Die Eintrittskarten für diesen Bewerb waren nahezu ausverkauft.
Gregor Schlierenzauer aus Österreich lag nach dem 1. Durchgang noch auf Platz 5 und schaffte es am Neujahrstag zu gewinnen. Auch Janne Ahonen aus Finnland war erneut auf dem Podest zu finden. Er kam auf Platz 2. Sehr überraschend hingegen war die Leistung von dem Deutschen Michael Neumayer. Erneut wurde der Berchtesgadener dafür belohnt, dass er vor 9 Monaten die Ski nicht an den Nagel gehängt hat, sondern weitergeackert hat. Er wurde 3.
Thomas Morgenstern wurde beim Neujahrsskispringen 6. Somit war bereits klar, dass der Rekord von Sven Hannawald, bei einer Tournee alle 4 Bewerbe zu gewinnen, überdauern wird.


Hier gibt es weitere Fotos:
Dezember 2007: Garmisch-Partenkirchen/GER-Fotos 31.12.2007
Januar 2008: Garmisch-Partenkirchen/GER-Fotos 01.01.2008



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