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Bericht aus Engelberg im Dezember 2006 vom WC (P. Wulf)



Bericht aus Engelberg im Dezember 2006 vom WC




Alle Jahre wieder in Engelberg??? Bis es soweit sein sollte hiess es nach den Absagen des COC und Weltcups in Harrachov warten auf Schnee. Die erlösende Nachricht erreichte mich im bis dahin noch schneefreiem Harrachov. Na dann konnte es ja losgehen.

Nach meiner anstrengenden Nachtfahrt gen Engelberg bin ich gleich nach der Ankunft aufs Zimmer gespurtet, habe mich umgezogen und Abmarsch an die Schanze. Und was für ein Anblick, verschneite Berge und nicht etwa der von mir befürchtete weisse Streifen im grünen Wald ala Lillehammer. Tja man sollte doch nicht den Wettervorhersagen im Internet trauen.

Wirklich aussagekräftig war die Qualifikation dann nicht,da nur zu Beginn gute Bedingungen herrschten. Aber sie endete so wie sich das für Skispringen im Winter gehört,zum 1. Mal diese Saison mit durchgefrorenen Füssen und vor Kälte tauben Nasen.

Ziemlich geschafft vom Tag machte ich mich abends auf den Weg zur Startnummernvergabe, wo die Springer mit Pferdekutschen vorgefahren wurden. Und welch Überraschung fast alle angekündigten Athleten waren auch gekommen, was mich ehrlich verwunderte, da die Finnen bei solchen Gelegenheiten meist durch Abwesenheit glänzen ;-)! Gregor Schlierenzauer fehlte als einziger entschuldigt wg. einer Erkältung. Die Stars des Abends waren natürlich Simon Amman und Andreas Küttel,die auch noch eine Auszeichnung der polnischen Journalisten für ihren Trainer Bernie Schödler entgegennahmen.

Die Nächte in Engelberg waren diesmal recht kurz,da meine sonstigen nächtlichen Begleiter leider in der Ramsau oder daheim weilten. Aber ein abendlicher Spaziergang lohnt sich in Engelberg immer, auch allein :-)!!

Am Samstag wurde den Zuschauern dann ein spannender Wettkampf geboten mit 2 Jungen Gregor Schlierenzauer und Anders Jacobson auf den Plätzen 1 und 2, und einem wie er selbst sagt Alten auf Rang 3 mit Adam Malysz. Wegen seiner Erkältung kam der Sieg von Gregor ein wenig überraschend, aber der nach ihm einsetzende Rückenwind half ihm dabei seinen Spitzenplatz bis zum Ende zu verteidigen.
Das russische Team zählte fleissig jede Positionsverbesserung von Dmitri Vassiliev mit und freute sich am Schluss über dessen Platz 7.
Gross war auch die Freude im norwegischen Lager! Hatte doch Anders wieder die Kohlen aus dem Feuer geholt und wurde dafür vom Trainer auch herzlichst umarmt. Der 8. Platz von BER lässt die Norweger hoffen, dass es rechtzeitig vor der 4-S-T wieder aufwärts geht.
Für das Team Österreich lief jetzt schon alles perfekt und man liess sich dazu gern gratulieren.

Unverhofft kam ich an diesem Tag noch zu einem Kurzauftritt im Schweizer Fernsehen, weil die TV-Leute sich in den Kopf gesetzt hatten über mich einen Bericht bringen zu wollen. Meinen anfänglichen Zweifeln begegnete man mit freundlichem schweizer Charme und liess keine Ausreden gelten, so dass ich mich doch dazu breitschlagen liess.

Ein Sieg mit Ansage war der von Anders Jacobson am Sonntag, den viele eigentlich schon am Samstag erwartet hatten. Begeistert wurde der 2. Platz von Simon Amman vom Schweizer Publikum gefeiert.Auch wenn sie ein wenig entäuscht waren, dass Andreas Küttel von 2 auf 7 zurückfiel.Wahrscheinlich hatten sie auf eine Wiederholung des Doppelsieges von Lillehammer gehofft. Angeführt von Gregor Schlierenzauer auf Rang 3 lieferten die Österreicher ein weiteres Mal ein starkes Mannschaftsergebniss ab. Mittlerweile erwartet man das von diesem Team auch so. Die 4-S-T steht ja nun bald an und aufgrund des Schneemangels nutzen einige Nationen die Möglichkeit in Engelberg zu trainieren. Ich allerdings verabschiedete mich von einem am Ende verregneten Engelberg.

Fotos aus Engelberg gibt es hier: Dezember 2006: Engelberg/Schweiz


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