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Engelberg


Der Skiclub Engelberg wurde am 20. Dezember 1903 in der damaligen Bieralp gegründet. Damals setzte sich der noch junge Club mit dem Gedanken auseinander, ein Clubrennen abzuhalten, ohne jedoch andere Gäste einzuladen. Dem damaligen Protokollbuch des Skiclubs ist zu entnehmen: "Es sind 5 Nummern vorgesehen". Eine dieser "Nummern" betraf ein Sprungrennen, welches für den 06. März 1904 vorgesehen war. Damals schrieben sich gerade mal 10 Teilnehmer dafür ein. Sieger bei diesem Bewerb wurde damals einer der Mitbegründer des Clubs, nämlich Herr Adolf Odermat. Wie weit er damals sprang, ist leider unbekannt, da man damals vergass, die Weite in das Protokollbuch aufzunehmen. Immerhin ist dieses Protokoll der Beweis dafür, dass es bereits im Jahre 1904 das erste Skispringen in Engelberg gab.
Nach diesem Mini-Bewerb waren die Schweizer total im Skisprungfieber. Noch im Jahre 1904 bewilligte die Generalversammlung des Skiclubs einen Kredit von 133 Franken und 50 Rappen für den Bau des Skisprunghügels. Noch heute ist am östlichen Ende des Eugenisees am Talausgang der Schanzentisch dieser ersten Skisprunganlage ersichtlich. 1920 wurde neben der heutigen Titlis-Schanze die zweite Engelberger Skisprunganlage gebaut. Diese zweite Sprunganlage machte dem Club jedoch wenig Freude. Grund: Bereits im Jahre 1908 hatte ein weiterer Sprungbewerb einen Toten und mehrere Verletzte gefordert. Zwischendurch wurde die Sandrainschanze beim Eugenisee wieder aktiviert und bald entsprach die Sandrainschanze sowie die damalige Titlis-Schanze den gültigen Normen.
Im Jahre 1964 wurde unter der Führung des damaligen Clubpräsidenten Andre Arndt die Kleintitlisschanze gebaut. Auf dieser mittelgrossen Anlage, sie wurde als 62-Meter-Schanze berzeichnet, fanden mehrere internationale Nachtspringen statt, während der Nachwuchs auf der Bubenschanze auf Weitenjagd ging. Diese Schanze wies eine Normgröße von 36 Metern auf. Ende der 60er Jahre war es dann Thedi Amstutz, der den Bau der heutigen Titlis-Schanze vorantrieb.
Im jahre 1971 wurde auf der neuen Titlis-Schanze erstmals ein Wettkampf im Rahmen der Schweizer Springertournee ausgetragen. Den sogenannten "Jungfernsprung" auf der heute noch grössten Skisprunganlage der Schweiz wurde vom Einsiedler Sepp Zehnder vorgenommen. Der erste Sprung war bei 86 Metern zu Ende. Mit seinem zweiten Sprung auf 102 Meter schrieb Zepp Zehnder Schweizer Skisprunggeschichte. Es war der erste 100-Meter-Sprung in der Schweiz.
Rund zehn Jahre später vermochte auch diese Schanze der FIS nicht mehr zu entsprechen. Nach dem erneuten Umfbau für rund 1,5 Millionen Franken zu Beginn des Jahres 2000 hat Engelberg wieder eine Skisprunganlage, welche der gültigen Norm entspricht.
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