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Bericht aus Brotterode im Februar 2006 (COC) (M. Steinki)



Bericht aus Brotterode im Januar 2008 (COC) (M. Steinki)


Zunächst einmal ein ganz dickes Lob an den WSV Brotterode und seine vielen freiwilligen Helfer.
Bei der derzeitigen ungünstigen Wetterlage hat niemand damit gerechnet, dass in Brotterode noch ein Skispringen stattfinden kann - doch wir wurden eines Besseren belehrt. Man fuhr von Tabarz kommend nach Brotterode rein und sah am Hang ein weißes Band aufleuchten. Die Inselsbergschanze war präpariert und zwar mit 2500 Kubikmeter Kunstschnee!!! Rundherum war freilich alles grau und matschig, aber das nahmen Sportler, Trainer, Betreuer und Fans gerne auf sich.
Um die Schanze zu schonen, war am Freitag das Training abgesagt worden, dass dann am Samstag um 10 Uhr nachgeholt wurde. Am Start waren 70 Springer aus 15 Nationen (AUT, BUL, CAN, CZE, FIN, GER, JAP, KAZ, KOR, NOR, POL, RUS, SLO, SWE, USA). Auch Jochen Danneberg war mit einem vierköpfigen US-Team angereist und wollte den Jungs seine Heimat zeigen.
Andreas Widhölzl, der laut Zeitung angekündigt war, befand sich nicht im Team der Österreicher, sondern ging an diesem Wochenende im tschechischen Harrachov als Vorspringer über die Schanze.
Im Training zeigte Mario Innauer mit 109,5 m die größte Weite. Ihm folgten Stefan Thurnbichler mit 109 m und Andreas Vilberg mit 108 m.
Angesichts der Wetteraussichten beschloss die Jury anstelle eines Probedurchganges den Wettkampfbeginn vorzuverlegen. Das führte ein klein wenig zu Chaos, da die ersten Skispringer bereits wieder oben am Anlaufturm waren und dann in aller Eile noch ihre Trainingskombi gegen die Wettkampfkombi tauschen mussten.
Wechselnde, ungleichmäßige Winde erschwerten den Wettkampf - aber am Ende lag doch der zur Halbzeit führende Martin Höllwarth ganz vorne. Ihm gelangen auf der für ihn neuen Schanze Sprünge auf 109 und 108,5 m (245,0 Punkte). Ihm folgte sein Mannschaftskollege Mario Innauer, der für Sprünge auf 104,5 und der Tagesbestweite von 114 m 238,8 Punkte bekam. Auf dem dritten Platz landete der Tscheche Ondrej Vaculik, der sich vom 16. Platz noch gewaltig verbessern konnte (98,5 und 107 m; 214,9). Das österreichische Team zeigte sich auch insgesamt sehr stark: gleich sieben Athleten kamen unter die ersten neun.
Aus dem Feld der zehn Besten nach dem ersten Durchgang hatten mehrere Springer Pech mit dem Wind, so fiel z. B. der Pole Lukasz Rutkowski vom 2. auf den 16. Platz zurück (105,5 und 89,5 m; 195,0), der Senior im Feld, Akira Higahi aus Japan, vom 4. auf den 11. Platz (105 und 95 m; 205,0), Mitja Meznar aus Slowenien vom 5. auf den 18. Platz (103,5 und 88,5 m; 189,1) und Jörg Ritzerfeld vom 6. auf den 21. Platz (104,5 und 86,5 m; 180,3).
Jörg Ritzerfeld hatte als einziger von vier gestarteten deutschen Springern den Sprung ins Finale geschafft. Stephan Hocke hatte seinen Sprung auf 95 m nicht stehen können und belegte in der Endabrechnung Platz 37. Julian Musiol wurde 46. und Marc Krauspenhaar 50.
Die Siegerehrung fand gleich im Anschluss an das Springen statt. Anschließend gab es im Festzelt noch eine kurze Pressekonferenz mit den drei Erstplatzierten. Tanzeinlagen und musikalische Unterhaltung sorgten dafür, dass es im Festzelt noch ein langer und gemütlicher Abend wurde.
Anmerkung: Als Trainer der Japaner war ein guter alter Bekannter angereist: Masahiko Harada - der ja, wie schon immer angekündigt, einfach nicht vom Skispringen lassen kann!
Leider meinte es der Wettergott nicht gut mit den Organisatoren, denn schon in den Abendstunden begann es zu regnen. Dazu kamen die hohen Temperaturen. Beides zusammen führte dazu, dass man die Schanze nicht halten konnte und die Jury am Sonntag gegen 09.15 Uhr das zweite COC-Springen endgültig absagen musste.

Januar 2008: Brotterode/GER-Fotos 19./20.01.2008 -COC-

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